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Michael Broadbents Grosse Weine
Notizen aus 50 Jahren zu Weinen und deren Entwicklung aus 3 Jahrhunderten
Nur wenige Menschen auf der ganzen Welt können von sich behaupten, einen Château d'Yquem aus dem Jahre 1784 aus dem Besitz des US-Präsidenten Thomas Jefferson degustiert zu haben. Und nur vereinzelten Wein-Liebhabern ist es vergönnt, die Entwicklung von Spitzenweinen über einen wirklich großen Zeitraum hinweg persönlich mitzuverfolgen.
Michael Broadbent, der 1960 seinen "Master of Wine" absolvierte und seit 1966 das von ihm gegründete Wein-Department beim Londoner Auktionshaus Christies's leitet, hat im Laufe seiner Karriere die weltweit edelsten Tropfen aus den letzten drei Jahrhunderten verkosten können. Dabei nutzt er seine privilegierte Stellung, um die Veränderungen einzelner großartiger Weine in Stil und Qualität zu dokumentieren, Geschmacksnotizen festzuhalten und Trends zu analysieren. Die gesammelten Eindrücke hielt er in insgesamt 133 roten Notizbüchern fest. Diese handschriftlichen Aufzeichnungen bilden die Grundlage für das soeben bei HALLWAG erschienene Buch "Michael Broadbents Große Weine". Ausgezeichnet bei den Gourmand World Cookbook Awards 2003 als "Best Wine Book in the World", enthält es die Quintessenz seiner beruflichen Laufbahn.
Informativ, lehrreich und charmant geschrieben, bietet Michael Broadbent seinen Lesern einen Überblick aus erster Hand über mehr als 10.000 Spitzenweine aus Frankreich, Europa und der Neuen Welt. Nach Ländern, Regionen und Jahrgängen geordnet - von 1653 bis 2000 - findet man Beschreibungen zu Weinen mit so klangvollen Namen wie Château Pétrus, Château Margaux oder Raritäten wie Tokaji Aszú. Angereichert mit Anekdoten aus der Welt der Jet-Set-Auktionen, legendärer Weindegustationen und seiner unzähligen Besuchen in dunklen Kellergewölben zwischen verstaubten Flaschen, die die edelsten Tropfen enthielten, ist das Buch etwas ganz Besonderes, das sich kein echter Weinkenner entgehen lassen darf:
"Man solle es aufschlagen und auf gut Glück zu lesen beginnen. Dann wird man feststellen, wie es hinführt in eine Erlebniswelt, in der man auf die heitere Seele des Weins stößt. Und dann wird man lächeln und genießen", so Hanspeter Reichmuth, den über dreißig Jahre beruflicher und persönlicher Freundschaft mit Michael Broadbent verbinden, und der das deutsche Fachlektorat des vorliegenden Buches übernommen hat.
Zum Aufbau des Buches
Das Buch ist nach Weinsorten (Roter Bordeaux, Weißer Bordeaux, Tokajer, etc.) bzw. Herkunftsgebieten (Rhône, Loire, Deutschland, Italien, etc.) gegliedert. Einigen Raritäten hat der Autor sogar eigene Kapitel gewidmet (Mas de Daumas Gassac, Chateau Musar... ).
Der Autor legt besonderen Wert darauf, nicht nur Stil und Qualität der einzelnen Weine darzustellen, sondern auch ihre Entwicklung nachzuzeichnen. Deshalb nimmt er eine Bewertung der Jahrgänge vor, wobei er den einzelnen Verkostungsnotizen ein Ranking der besten Jahrgänge voranstellt. Jeder Jahrgang wird mit einer bestimmten Anzahl von Sternen bewertet (von ***** = hervorragend bis kein Stern = unzureichend, schwach; oder bei alten Weinen, zu alt). Falls notwendig, weist Broadbent auf besondere Witterungs- und Marktverhältnisse hin.
Der Haupttext basiert auf den bereits erwähnten 133 kleinen roten Notizbüchern, in die Broadbent von September 1952 an insgesamt mehr als 85.000 Einträge vorgenommen hat. Geordnet nach Jahrgängen - und innerhalb des Jahrgangs in alphabetischer Reihenfolge - sind die einzelnen beschriebenen Weine in roter Schrift hervorgehoben. Gegebenenfalls folgt auf den Namen des Weins der des Erzeugers, des Guts bzw. der Domaine in Fettschrift. Die Verkostungsnotizen hat Broadbent mit dem exakten Degustationszeitpunkt versehen und mit der einen oder anderen Anekdote gewürzt. Wenn möglich folgt abschließend eine Einschätzung der optimalen Trinkreife.
Der Autor
Michael Broadbent ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Weinszene. Seit 1966 ist er als Gründer und Leiter des Wine Departments bei Christie's tätig und kam dadurch in den Genuss der seltensten Weine der Welt. Als wegweisender Weinbuchautor dient er einer ganzen Generation von Weinliebhabern, -experten und Sommeliers als Vorbild. Broadbent hatte sich bereits in den 60er Jahren den begehrten Titel des "Master of Wine" erworben. Im Laufe seiner Karriere wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Grand Prix de l'Académie internationale du Vin", dem "André Simon Memorial Award" und der Silbermedaille der GAD (Gastronomische Akademie Deutschlands) und ist Träger zahlreicher Ehrentitel wie "Chevalier de l'Ordre National du Mérite"
