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Seit 1935 verfügt Frankreich offiziell über ein System der
Herkunftszuweisung - die so genannten Appellationen -, das der Anerkennung
von hochwertigen Weinlagen dient,
in Krisenzeiten auch schon als regulierende Maßnahme angewandt wurde.
Rund 450 solcher Appellationen gibt es derzeit in Frankreich, von denen
die meisten ihre Herkunftsbezeichnung bereits vor weit mehr als einem
halben Jahrhundert erhielten. Dabei handelt es sich mal um eine Region
wie im Falle von Bordeaux, mal um eine Subregion wie Entre-deux-Mers oder
Bourgogne-Hautes Côtes de Beaune, und mal um eine Gemeinde wie Paulliac
oder Volnay.
Das im Original von dem reputierten Pariser Verlagshaus Hachette herausgegebene
und soeben bei Hallwag auf Deutsch erschienene Lexikon der französischen
Weine vermittelt einen lückenlosen und aktuellen Überblick über
den Weinbau und die Appellationen Frankreichs.
Auf 384 Seiten werden - alphabetisch nach ihrer französischen Schreibweise
geordnet - sämtliche AOC (Appellation d'Origine Contrôlée)-
und AOVDQS (Appellation d'Origine des Vins Délimités de
Qualité Supérieure)-Weine beschrieben und ihre wichtigsten
Charaktermerkmale erläutert.
Zu jeder Appellation erhält der Weininteressierte genaue Informationen
wie den Namen der Anbauregion sowie eventuell der Subregion, das Jahr
der amtlichen Anerkennung, detaillierte Angaben zu Rebsorten, Terroir,
Lagerfähigkeit und Existenz von Rot-, Weiß- oder Roséwein
sowie deren Anteile an der gesamten Weinerzeugung der Region. Übersichtskarten
dienen der schnellen Orientierung über die Lage des Anbaugebiets
in Frankreich. Beschreibungen der Weine nach Aussehen, Duft und Geschmack
sowie Speiseempfehlungen und Serviertipps runden das umfassende Kompendium
ab.
435 Etiketten, 145 Flaschen und mehr als 150 Bilder charakteristischer
Weinlandschaften sowie großer Châteaux hat der Herausgeber
persönlich ausgewählt. Sie illustrieren beispielhaft dieses
für Freunde französischer Weine unverzichtbare Nachschlagewerk.
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