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  Stuart Pigott
Die großen Weißweine Deutschlands

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Deutschland, ein Weinmärchen - Meisterwerke aus deutschen Kellern kritisch unter die Lupe genommen

Die Qualität der besten Weine Deutschlands wie auch die Anzahl hochwertiger deutscher Weine ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen. Während in den 70er- und 80er-Jahren Großkellereien immer billigere, klebrig-süße, schwere Massenweine auf den Markt brachten, hat in jüngster Zeit eine neue deutsche Winzerelite das Image des deutschen Weins wieder gehörig aufpoliert. Eigentlich eine höchst erfreuliche Entwicklung. Ein Weg in die richtige Richtung! Ist also die deutsche Weinwelt bald wieder ganz in Ordnung? Mitnichten! Denn seit etwa zehn Jahren heißt in der internationalen Weinindustrie die neue Zauberformel "neue önologische Verfahren", die inzwischen auch die deutschen Winzer und Weinfachleute heftig diskutieren.

Doch Wein, so Stuart Pigott, soll Ausdruck seiner Wachstumsbedingungen sein und darf nicht zu einem durch Beimischung von naturidentischen Geschmacksstoffen, Entzug von Alkohol oder künstliche Konzentration des Traubenmosts verfälschten Erzeugnis für den Mainstream-Geschmack verkommen. Und so hat der britische Weinjournalist und -autor auch in seinem neuesten Werk wieder all jenen Praktiken und Gesetzesparagraphen den Kampf angesagt, welche die Individualität und Geschmacksvielfalt deutscher Gewächse
aufs Spiel setzen.

In Die großen Weißweine Deutschlands. Meine Weinheimat hat Stuart Pigott den großen Weißweinen Deutschlands und ihren Erzeugern ein eindrückliches Denkmal gesetzt. In seiner persönlichen und entwaffnend direkten Sprache schildert er Begegnungen mit Weinen und Menschen, die sein Leben geprägt haben und ihn immer wieder in Staunen versetzen. Kritisch und doch mit unendlich viel Liebe zu seiner "Weinheimat" nimmt der weltweit bedeutendste Riesling-Kenner die großen Meisterwerke deutscher Spitzenwinzer unter die Lupe. Dabei wird er nicht müde, immer wieder die Individualität und Reinheit ihrer einzig-artigen Tropfen zu loben: "In jedem ihrer großen Weine verbirgt sich eine ganze Welt, ähnlich einem Hologramm, das in jedem seiner Einzelteile als Gesamtes wieder aufersteht, wenn es zerschlagen wird. Öffnet man eine solche Flasche, entfaltet sich mit der Befreiung des Weins im Glas ebendiese Welt. Solche Momente haben mir unvergessliche Erlebnisse beschert, aus denen sich nach und nach meine Weinheimat gebildet hat. Das ist die Poesie des Weins."

In den rund 40 Beiträgen zu Weinen, Weingütern und Weinproduzenten aus elf der dreizehn deutschen Anbaugebieten gibt Pigott nicht nur wie viele seiner Kollegen Verkostungsnotizen und Punktwertungen (diese sind übersichtlich im Anhang zusammengefasst) wieder, sondern vergibt buchstäblich "Wein-Emotionen". Ein Lesegenuss für alle Pigott-Fans. Ein Muss für alle Liebhaber deutscher Weißweine. Nach "Göttertrank und Blendwerk" ein weiteres kritisches Buch vom international bedeutendsten Autor zum Thema deutscher Wein.


Der Autor
Stuart Pigott schrieb bereits während seines Studiums der Malerei und Kunstgeschichte am Royal College of Art für das englische Weinmagazin Decanter. Nach dem Studium widmete er sich vollzeitlich dem Weinjournalismus und dem Verfassen von Weinbüchern. Im Hallwag Verlag erschien 1999 sein Buch Göttertrank und Blendwerk, das in der Presse höchstes Lob erntete. Gemeinsam mit Hugh Johnson zeichnete er zudem für die Neuausgabe des Atlas der deutschen Weine (1995) verantwortlich und verfasste in der Reihe Hugh Johnsons Weinreisen die Bände Rhein und Mosel sowie Franken, Baden, Württemberg (1997). Stuart Pigott ist Weinkolumnist der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und schreibt Weinbeiträge für die Los Angeles Times. Er lebt mit seiner Frau Ursula Heinzelmann seit 1992 in Berlin. Neben dem Wein widmet er sich der Malerei und verfasst derzeit das Drehbuch für einen Spielfilm.

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